Was hat Dein Gehirn mit einer Waschmaschine zu tun?

Stellt Euch eine Waschmaschine im Normalbetrieb vor: Wäsche in normaler Menge und mit einem durchschnittlichen Verschmutzungsgrad wird hineingegeben, Waschpulver oder ein Tab dazugegeben, Programm auswählen und „Start“.

Die Wäsche wird gewaschen, die Lauge ausgespült, die Wäsche geschleudert, aufgehängt, getrocknet und am Ende landet sie wohlgeordnet in unserem Schrank. Das ist der Normalbetrieb … 

Wenn jetzt aber zu viel Wäsche in die Maschine gestopft wird oder ein Gegenstand dabei war, der nicht in die Waschmaschine gehört, dann hat die Maschine zu kämpfen. Im besten Fall läuft der Waschgang trotzdem gut durch, die Wäsche ist sauber und landet am Ende geordnet im Schrank.

Wahrscheinlich hat die Maschine etwas gelitten. Der Antriebsriemen wurde überbeansprucht und hängt jetzt etwas durch. Der Gegenstand schlummert irgendwo in den Tiefen der Maschine und stört da erst mal nicht. Und so wird Maschinenladung um Maschinenladung gewaschen, normale Mengen, mal Spezialfälle … und die Maschine vollbringt brav ihren Dienst … Dabei wird der Antriebsriemen immer stärker beansprucht, der Fremdkörper wandert an eine kritische Stelle in der Maschinentechnik – und von einem Moment auf den anderen führt auch eine völlig harmlose Ladung Wäsche dazu, dass das System Waschmaschine komplett zusammenbricht.

Jetzt stellt Euch Euer Gehirn vor als eben solch eine Waschmaschinerie, in der Eure täglichen Herausforderungen und Probleme sortiert und gelöst werden – also gewaschen, getrocknet und in den Schrank geräumt. Die meisten Themen laufen über Autopilot durch und Ihr merkt gar nicht, dass hier etwas entschieden und geklärt wurde – das Thema landet automatisch im Schrank. Dann gibt es diese großen Herausforderungen und Probleme, die nicht automatisch durchlaufen, für die Ihr keine Standardlösung habt. Herausforderungen und Probleme, an denen man etwas länger knabbert … Das sind die, die an Eurem persönlichen Antriebsriemen zerren, die zu einer Unwucht in der Problemlösemaschine führen können. Diese großen Herausforderungen in großer Zahl könnt Ihr Euch vielleicht vorstellen wie die Bettwäsche, die sich in der Waschmaschine verknuddelt hat und beim Schleudern die Waschmaschine zum Tanzen bringt … Der Antriebsriemen leistet in diesem Moment Schwerstarbeit, genau wie Euer Gehirn.

Eine Weile funktioniert es, einzelne dieser Brocken neben den Standardthemen zu lösen, das schafft Eure Maschinerie. Idealerweise dreht die Maschine ruhig aus, der Riemen ist erneut etwas ausgeleiert, aber funktioniert noch … Wenn von diesem Kaliber dann aber mehrere hintereinander oder auf einmal kommen, ohne dass die Maschine wieder instandgesetzt wurde – sprich: das vorhergehende Problem gelöst wurde – dann bricht irgendwann der ganze Apparat zusammen – ein Belastungssyndrom entsteht, auch bekannt unter dem Begriff Burn-Out.

Fazit: Genau wie Ihr bei Eurer Waschmaschine darauf achtet, sie nicht zu überladen, achtet bitte auch auf Euch. Gerade in der aktuellen Zeit, in der wir mit verschiedenen Themen konfrontiert werden und wir uns mit unterschiedlichen Herausforderungen auseinandersetzen müssen, ist es umso wichtiger, auf unseren Bauch zu hören und auf die Signale, die er sendet. Bleibt bitte gesund!

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