SAM (aka StehAufMännchen)

Es ist vollbracht: Meinen SAM (StehAufMännchen) gibt es jetzt auch aus Ton. SAM begleitet mich seit Beginn meiner Aktivitäten rund um Veränderungsbegleitung, zuerst als Vortragsrednerin, heute als Coach und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Das StehAufMännchen zeigt uns, dass man sich immer wieder in seiner Mitte einpendelt, auch wenn es uns noch so sehr durcheinander gewirbelt hat.

GEHspräche

Ein einsamer Spaziergang in der Natur: Ein Schritt vor den anderen, die Konzentration auf jeden Schritt gelenkt, rechts, links, rechts, links … meditativ …

Ein gemeinsamer Spaziergang als Möglichkeit, mit jemandem zu sprechen. Emotionen in Schritte zu verwandeln.  Ruhe zu finden in einem Baum, einem Strauch, einem Vogel, den Blick schweifen zu lassen über ein weites Tal … Abstand gewinnen …

Coaching im Gehen ist im Grunde nichts Neues: Wir kennen den Spaziergang mit der besten Freundin oder die Wanderung mit dem guten Kumpel – irgendwas passiert mit uns während dieser Bewegung: Wir beginnen zu erzählen, öffnen uns, berichten von Dinge, die uns umtreiben. Coaching im Gehen mit einem Coach ist dann aber schon doch anders: Ein Coach ist eine neutrale Person, kennt uns nicht und unser Umfeld. Und ein Coach bringt eine fundierte Ausbildung mit, speziell darauf zugeschnitten, mit uns unsere Themen zu sortieren und uns dabei zu begleiten, eine gute Lösung zu finden.

Im Coaching-Sektor und in der Therapie wird dies als GEHspräch angeboten. Mich begeistert dieses Format, denn auch aus eigener Erfahrung weiß ich, dass GEHspräche uns auf verschiedene Art und Weise unterstützen können:

  • Zu Beginn realisieren wir, dass jetzt etwas startet – es geht los.
  • Während wir über unser Thema sprechen, laufen wir auf unser Ziel zu.
  • Wir kommen ins Tun, gehen aktiv an die Lösung unserer Situation heran.
  • Stress, der beim Gespräch über kritische Themen aufkommen kann, wird direkt durch die Bewegung abgebaut.
  • Ein beschleunigter Schritt, ein Tritt gegen einen Kiesel, das Streichen mit den Händen durch das Gras – all das macht aktuelle Emotionen sichtbar und greifbar.
  • Die Ruhe der Natur hilft uns, uns auf unsere innere Ruhe zu konzentrieren.
  • Und: Bewegung an der frischen Luft ist gesund, der Kreislauf wird angeregt, Stresshormone werden abgebaut, der Kopf wird klar.

Die Lage meiner Praxisräume im (Rothenbuch) und am (Hösbach Sand) Spessart bzw. Wald bieten die besten Voraussetzungen für dieses Format. Interessiert? Sprechen Sie mich einfach an.

Wie läuft so ein GEHspräch konkret ab?

  1. Im Vorfeld telefonieren wir und Sie erzählen mir in einem für Sie unverbindlichen Gespräch von Ihrem Anliegen.
  2. Wenn es sich für Sie stimmig anfühlt, vereinbaren wir einen Termin und Ort für das GEHspäch. Wir klären dabei auch Ihren Konditionslevel, um eine passende Strecke auszuwählen.
  3. Unser GEHspräch startet am vereinbarten Ort in Rothenbuch oder Hösbach.
  4. Ein GEHspräch dauert in der Regel 60 Minuten, sobald wir uns in einem geschützten Bereich der Natur befinden (etwaiges gemeinsames Hinlaufen zum Startpunkt wird nicht berechnet). Es gelten die Konditionen gemäß meiner Homepage.

Lassen Sie uns zusammen FortSchritte machen!

Ihre Britta Zernetsch

„Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.“

Dieses chinesische Sprichwort beschreibt, was wir alle in unserem täglichen Miteinander erleben: Der eine ist völlig entspannt und sieht es relativ gelassen, wenn beispielsweise das Gerücht durchs Unternehmen geht, dass DIE KATASTROPHE passiert. Der andere ist geschockt von dieser Nachricht, fühlt sich gelähmt und ist nicht mehr wirklich handlungsfähig. Wieder ein anderer kann die Nachricht nicht akzeptieren und thematisiert sie bei jeder Gelegenheit. Dies lässt sich selbstverständlich übertragen auf viele andere Gelegenheiten und Lebensumstände.

Verantwortlich für den jeweiligen Umgang mit Veränderungssituationen sind unsere jeweiligen individuellen Lösungsstrategien, die wir aufgrund unserer Erfahrungen zusammen mit unserem Unterbewusstsein erarbeitet haben – oder eben halt nicht. Nimmt man jetzt noch unser individuelles „Ticken“ dazu, finden sich die unterschiedlichsten Spielarten von Reaktionen auf Veränderungen – hier ein paar klassische Charaktere:

Der Auflehner / der Rebell

Da gibt es diesen Typen, der grundsätzlich immer dagegen ist und Veränderungen generell ablehnt. Sein Widerstand nach außen ist besonders stark ausgeprägt, er äußert seinen Unmut, zeigt offen seine Unzufriedenheit und versucht, sich mit Gleichgesinnten zu verbünden.

Diese Haltung birgt die Gefahr, dass man sich in seiner ablehnenden Haltung festbeißt und keinen Blick mehr für Wege hat, schmerzfrei durch die Veränderung zu kommen, oder gar für Möglichkeiten, die die Veränderung bietet.

Der Hilflose / der Entmutigte

Diese Mitmenschen tragen ihren Unmut nicht nach außen, sondern hadern im Stillen mit ihrem Schicksal, reagieren im schlimmsten Fall mit Angst oder Depression – oder es stellen sich körperliche Symptome ein (Stichwort: Psychosomatik).

Diese Haltung birgt die Gefahr, dass man in der Schockstarre verbleibt und vor lauter Elend und Sorge gar nicht mehr die Ressourcen hat, um darüber nachzudenken, dass und wie es weitergehen kann.

Das Stehaufmännchen

Dann gibt es diesen Typus, den kennt Ihr schon. Dieser Typ ist mein Vorbild, denn der denkt sich: „Es ist zwar nicht schön, dass etwas sich verändert, aber ich schaue mal, was kommt und dann geht’s schon weiter.“  Was ist sein Geheimnis? Nun, dieser Typus hat im Laufe seines Lebens diverse positive Erfahrungen im Veränderungskontext gemacht, woraus sich verschiedene Lösungsstrategien entwickelt haben. Er hat Fähigkeiten entwickelt, die es ihm ermöglichen, sich flexibel, situations- und bedürfnisgerecht immer wieder an neue Situationen anzupassen – eben ein Stehaufmännchen.

Dabei ist die wichtige Botschaft: Jeder reagiert anders und jeder reagiert richtig und für sich angemessen! Das ist die Lösungsstrategie, die man sich im Laufe des Lebens angeeignet hat und die unbewusst gestartet wird im Fall der Fälle. Aber wenn man die Veränderung nicht verarbeitet bekommt, sie nicht akzeptieren kann und der individuelle Umgang mit der Veränderung sogar krank macht, dann ist Hilfe dringend nötig.

Heute schon gelächelt?

Gerade weil uns aktuell vielleicht nicht unbedingt immer zum Lachen ist, fand ich die folgende Erkenntnis sehr interessant und vor allem leicht umsetzbar:

Wissenschaftler der University of South Australia haben festgestellt, dass auch ein unechtes Lächeln, also ein „mit Gewalt“ hervorgerufenes Lächeln, glücklich macht. Und zwar wird durch das Hochziehen der Gesichtsmuskulatur ein Nerv aktiviert, der wiederum die Amygdala – das emotionale Zentrum unseres Gehirns – stimuliert. Hierdurch werden Neurotransmitter freigesetzt, die eine positive Stimmung auslösen. Wir gaukeln durch unser bewusst eingesetztes Lächeln also unserem Gehirn vor, dass wir glücklich sind – und unser Gehirn beschenkt uns im Gegenzug mit einer Prise Glückshormonen. Probiert es doch mal aus, ist auf jeden Fall gesünder als Schokolade 😉

Wenn wir den Reaktionen anderer vorbeugen und unsere eigenen Reaktionen kontrollieren, dann können wir dafür sorgen, dass Konflikte nicht ausufern und Schaden anrichten!

Wer kennt es nicht: Ein eigentlich ganz harmloses Thema führt im Gespräch zum kommunikativen Supergau!! Was ist passiert? Warum ist es passiert? Und hätte es vielleicht sogar vermieden werden können? Dazu möchte ich Euch heute etwas an die Hand geben, womit Ihr Euer Verhalten in Konfliktsituationen überprüfen könnt und gerne auch ändern, wenn Ihr mögt.

Das eingangs aufgeführte Zitat, dessen Verfasser ich leider nicht ausfindig machen konnte, fasst für mich die Quintessenz von Konfliktsituationen zusammen und ich finde, wir sollten uns mal etwas eingehender damit beschäftigen.

Warum kommt es zu Konfliktsituationen? Das kann natürlich passieren, wenn unser Gegenüber anderer Meinung ist. Das ist dann aber nicht automatisch ein Konflikt, eher ein Streitgespräch, denn unterschiedliche Meinungen werden zwar oftmals heftigst diskutiert und debattiert, fallen für mich aber nicht unter den Begriff „kommunikativer Supergau“. Wie also kommt es zum Konflikt?

Stellen wir uns folgende Situation vor: Wir haben das Bedürfnis, JETZT unserem Gegenüber von einer Erfahrung zu berichten und erzählen (je nach Thema) fröhlich/ begeistert/ entrüstet/ traurig drauf los. Wir denken gar nicht groß drüber nach, wir beginnen einfach mit unserer Erzählung. Unser Gegenüber kämpft zur gleichen Zeit mit einem komplizierten Vorgang, hat heute eine eigene Erfahrung gemacht und ist in Gedanken noch dort oder aber überlegt gerade, wie er dieses oder jenes Problem noch angeht. Unser Gegenüber hört uns zwar reden, aber hört er/sie auch zu? Irgendwann geht unsere Stimme hoch, weil wir eine Frage gestellt haben. Jetzt kommt Hektik auf, denn von unserer vorgelagerten Erzählung hat unser Gegenüber nur „… Chef … Gehalt …“ und vielleicht noch unseren Tonfall mitbekommen. Das Ergebnis: Unser Gegenüber reagiert unwirsch, weil ertappt, aber halt unschuldig ertappt, denn er/sie war ja selbst beschäftigt, was wir nicht beachtet haben. Oder unser Gegenüber versucht, die Situation zu retten, und antwortet uns, aber da die Story inhaltlich ja durchgerauscht ist, passt die Antwort nicht zu unserer Frage. Beide Reaktionen unseres Gegenübers führen dazu, dass wir enttäuscht/ entrüstet/ wütend sind, weil unser Gegenüber uns nicht die gebührende Aufmerksamkeit geschenkt hat. Es fallen Sätze wie „Du hörst mir nie zu“, wir reagieren pikiert und sind eingeschnappt/ sauer/ enttäuscht. Kommt Euch das bekannt vor? Dachte ich mir!

Anhand dieses Beispiels lassen sich zwei Ursachen für Konflikte identifizieren:

  • Wir haben einfach drauf losgequatscht, ohne darauf zu achten, ob unser Gegenüber gerade überhaupt bereit ist, uns zuzuhören.
  • Unser Gegenüber hat sich überrumpeln lassen: Zu irgendeinem Zeitpunkt hätte er nämlich sagen können: „Sorry, lass mich das gerade fertig machen, dann bin ich voll für Dich da.“

Um also den Reaktionen anderer vorzubeugen, hilft es, dass wir uns auf unser Gegenüber einstellen. Wir können also zum Beispiel darauf achten:

  • Hat unser Gegenüber gerade Zeit, uns zuzuhören?
  • Hat unser Gegenüber gerade einen freien Kopf, um zu verstehen, was wir besprechen wollen?
  • Weiß unser Gegenüber überhaupt, worüber wir sprechen, entsteht für ihn ein Bild bei unserer Erzählung oder reden wir in Floskeln, die unser Gegenüber überhaupt nicht versteht (was gerne passiert, wenn man von Erlebnissen aus dem Arbeitsumfeld berichtet und in die Arbeits-/Fachsprache verfällt oder von Menschen berichtet, die unser Gegenüber nicht kennt)?

Hierzu wäre es hilfreich zu überlegen, in welchen Situationen es in der Vergangenheit zu Konflikten gekommen ist. War es der Zeitpunkt, als der eine Part nach einem langen Arbeitstag genervt jetzt auch noch am Herd steht (und die Dunstabzugshaube brummt, das Essen gerade anbrennt, …) und der andere Part in die Küche kommt und munter drauf los quatscht mit dem Ziel, eine Entscheidung zu einem bestimmten Thema herbeizuführen. War es, als unser Gegenüber auf der Couch saß und einfach nur vor sich hinstarrte und wir im Versuch, unsere Hilfe anzubieten, auf unsere harmlose Frage „Ist was?“ ein rüffeliges „Nix“ ernten? War es sonntagmorgens am Frühstückstisch, wenn er nach dem Joggen quietschfidel Pläne für den Tag macht und sie mehr schlafend als wach daneben sitzt und sich nur wünscht, dass er endlich still ist. In welchen Situationen kommt es bei Euch zu Konflikten? Wiederholen sich die Rahmenbedingungen? Entweder gemeinsam oder alleine (wenn es um Konflikte beispielsweise im beruflichen Kontext geht) könnt Ihr jetzt überlegen, warum es immer wieder in genau diesen Situationen zum Konflikt kam. Und man könnte ein Vorgehen vereinbaren, um die Eskalation in diesen Situationen zu vermeiden. Kurz: Es hilft, wenn man achtsam(er) auf sein Gegenüber achtet und ihn „abholt“, zum Beispiel mit folgenden Fragen:

  • „Hast Du gerade einen Augenblick Zeit für mich?“
  • „Hast Du gerade Zeit und den Kopf frei, damit wir uns mal über XXX unterhalten?“
  • „Ich würde mich gerne mal mit Dir über XXX unterhalten, wann passt Dir das denn am besten?“

Mit diesem Vorgehen respektieren wir unser Gegenüber und dessen aktuelle Situation. Wir hauen nicht einfach mit unserer Kommunikation raus, sondern ermöglichen uns und unserem Gegenüber, dem Thema die gewünschte Aufmerksamkeit zu widmen und müssen keine Energie und Nerven in Konfliktgespräche stecken.

Wir sollten unserem Gegenüber die Chance geben, sich voll und ganz auf das Gespräch zu konzentrieren. Und wenn es unserem Gegenüber gerade nicht passt, uns zuzuhören und die volle Aufmerksamkeit zu schenken, ja dann muss gestattet sein, dass er/sie uns bittet,, das Gespräch zu einem späteren Zeitpunkt zu führen, der besser passt. Es lohnt sich auf jeden Fall, eine Gesprächsatmosphäre zu schaffen, in der ALLE Beteiligten mit der vollen Aufmerksamkeit am Gespräch teilnehmen können!

Solltet Ihr Unterstützung bei der Betrachtung solcher Situationen haben, unterstütze ich Euch natürlich gerne dabei.

Eure

Britta Zernetsch

PS: Das eingangs aufgeführte Zitat besteht ja aus einem weiteren Teil „… und unsere eigenen Reaktionen kontrollieren…“ – dazu mehr demnächst hier .

(Autorin: Britta Zernetsch)

Wer hohe Türme bauen will, muss lange am Fundament verweilen (Anton Bruckner)

Dieses Zitat des österreichischen Komponisten Anton Bruckner beschreibt für mich auf eine ganz vortreffliche Art und Weise einen enorm wichtigen Teil der Arbeit im Coaching: Und zwar meine ich das gemeinsame Herausarbeiten von Erkenntnissen, welche Dinge uns daran hindern, endlich unser Vorhaben durchzuziehen oder die von außen aufgezwungene Veränderung zu akzeptieren. Dieses Herausarbeiten nämlich ist elementar – fundamental – für den Erfolg eines Veränderungsvorhabens.

Hierfür möchte ich Euch ein Beispiel geben (das stellvertretend für viele andere große und kleine Vorhaben steht): Eine Klientin fühlt sich in ihrer aktuellen Anstellung unwohl und würde gerne eine neue Herausforderung angehen. Leider klappt dies schon seit mehreren Monaten nicht, zwischenzeitlich kommen sogar körperliche Beschwerden dazu (es stellt sich heraus, dass diese im Zusammenhang mit der Arbeit auftreten). Trotzdem schafft sie den Absprung nicht und ist inzwischen verzweifelt. Was ist hier los?

Im ersten Schritt erarbeiten wir gemeinsam das Fundament, auf dem sie aktuell steht, also die aktuellen Rahmenbedingungen, ihre derzeitige Situation. Welche Auswirkungen haben diese Rahmenbedingungen, welche können bei ihrem Vorhaben hilfreich sein und sie unterstützen und zielführend eingesetzt werden. Welche Rahmenbedingungen sind hinderlich und haben konkret welchen Einfluss auf die aktuelle Situation.

Bei solchen Rahmenbedingungen handelt es sich einerseits um äußere, sichtbare, mehr oder weniger bekannte Rahmenbedingungen: eine gute Ausbildung und fundierte Erfahrungen, ein gutes Netzwerk und Freunde, aber auch finanzielle Verpflichtungen, keine Unterstützung durch Familie und/oder Freunde oder ein fehlender Plan oder ein undefiniertes Ziel für das Vorhaben.

Fast noch spannender sind meiner Meinung nach aber die inneren Rahmenbedingungen: Denn unser Unterbewusstsein hat im Laufe unseres Lebens aus gemachten Erfahrungen gelernt, diese abgespeichert und für uns Lösungsmöglichkeiten für sämtliche Situationen in unserem Leben entwickelt. Und das spiegelt sich heute in unserem Denken und Handeln wider. Dieses Phänomen wird auch als Glaubenssätze bezeichnet. Überzeugungen wie „Das/mich braucht keiner“, „Ich schaffe das eh nicht“ sind aus negativen Erfahrungen entstanden und hindern uns, unsere Vorhaben erfolgreich auf den Weg zu bringen. Unser Unterbewusstsein schützt uns hierdurch vor negativen Folgen. Das Gemeine daran ist: Diese Überzeugungen oder Gedanken sind uns oftmals gar nicht bewusst. Und wenn wir sie doch kennen, fehlt uns wahrscheinlich eine Strategie, mit ihnen umzugehen.

Wie Ihr Euch denken könnt, ist das Herausarbeiten dieser Rahmenbedingungen tatsächlich der Teil im Coaching, für den erfahrungsgemäß die meiste Zeit aufgewendet werden muss – hier kommt der Teil „lange am Fundament verweilen“ des Zitates von Anton Bruckner ins Spiel. Aber ich kann Euch versichern, dass sich das am Ende lohnt. Denn auf einem guten und soliden Fundament lassen sich auch die größten Vorhaben aufbauen.

Lass uns zusammen an Deinem Fundament arbeiten und darauf Deinen persönlichen hohen Turm bauen.

Deine Britta Zernetsch

Hilfe, ich werde verändert!

Das ist sicherlich die Situation, vor der wir uns alle fürchten. Wir werden aus unserem gewohnten Ablauf oder Umfeld oder Leben gerissen und werden gezwungen, uns neu orientieren. Sei es im Job, nach einer Beziehung, aber auch die Baustelle auf der Autobahn auf dem Weg zur Arbeit, der gesperrte S-Bahn-Tunnel – all dies sind Faktoren, die unser Leben mehr oder weniger stark verändern.

Und wer kennt sie nicht, die Gefühle, die dann hochkommen: Wut, Ärger, Enttäuschung oder sogar Depression hemmen uns, einen klaren Gedanken zu fassen und weiter zu machen. Wir stecken irgendwie fest und kommen nicht weiter. Aber tatsächlich kann auch Freude oder Euphorie entstehen aufgrund unverhoffter Veränderungen – und auch dies ist nicht zwangsläufig hilfreich.

Ich möchte Ihnen mit diesem Beitrag ein Modell vorstellen, das die emotionale Berg- und Talfahrt widergibt, die man während starker Veränderungen durchlebt: Das ‚Tal der Tränen‘ wurde von der schweizerisch-US-amerikanischen Psychiaterin Elisabeth Kübler-Ross entwickelt, die sich mit dem Tod und dem Umgang mit Sterbenden, mit Trauer und Trauerarbeit befasst.

Das Tal der Tränen ist ein 5-Phasen Modell, das die emotionale Entwicklung bei Veränderungen betrachtet.

Meiner Meinung nach hat dieses Modell den großen Vorteil, dass man dadurch sein eigenes Verhalten besser versteht und erkennen kann, dass es völlig normal ist, wie man im Veränderungsprozess reagiert – und dass es mmer weiter geht!

Nicht jeder durchläuft diese Phasen gleich. Sie können von Mensch zu Mensch variieren, kürzer oder länger sein, intensiver und weniger intensiv. Es kann auch passieren, dass Menschen Phasen nur streifen oder aber auch in Phasen stecken bleiben.

Hier die Phasen im Einzelnen:

Phase 1 „Schock/Euphorie“
Die erste Reaktion auf eine Veränderung ist entweder Schock – wenn sie unverhofft kommt und jemanden völlig unvorbereitet trifft und man möglicherweise auch noch negative Auswirkungen erwartet. Oder man verfällt in Euphorie, weil man sich auf die Veränderung freut.

Auf den Schock oder die Euphorie folgt der Widerstand in Phase 2.

Phase 2 „Verneinung
In dieser Phase gehen Sie komplett ins Nein. Sie wollen nicht wahrhaben, was passiert ist. Vielleicht denken Sie sogar erst einmal gar nicht mehr an das Geschehen.

Was ist passiert: Es aktiviert sich ein Selbstschutz, ausgelöst durch die Angst, nicht genügend Kraft für die Veränderungen zu haben. Und das machen Sie etwa nicht bewusst, sondern da reagiert Ihr Unterbewusstsein. Ihr Unterbewusstsein schaltet Sie quasi ab und bemüht sich im Hintergrund, eine Lösung für Sie zu finden.

Irgendwann werden wir wieder angeschaltet und es kommt die Erkenntnis, dass wir vor der Veränderung nicht davonlaufen können. Das ist der Eintritt in das Tal der Tränen (Phase 3).

Phase 3 „Tal der Tränen“
Man realisiert nun, dass man um die Veränderung nicht herumkommt. Was kommt, fühlt sich neu und ungewohnt an, man möchte lieber in seiner alten Welt weitermachen, in der man sich wohlfühlt und sich auskennt. Man ist unsicher und hat Angst vor dem, was kommt (egal ob es positive oder negative Auswirkungen hat).

Das ist der entscheidende Moment, denn in dieser Phase hat man es in der Hand, wie die Veränderung weitergeht. Je mehr man sich jetzt gegen diese Veränderung stemmt und sie ablehnt, umso schwieriger wird es, sich auf die neue Situation einzulassen.

Aber: Erinnern Sie sich an Ihr Unterbewusstsein, das in Phase 2 ja im Hintergrund für Sie gearbeitet hat? Ihr Unterbewusstsein hat aufgrund Ihrer bisherigen Erfahrungen in Ihrem Leben eine Lösung für Sie erarbeitet. Wenn diese Lösung Ablehnung heißt, dann gibt es hierfür also einen Grund – und genauso wenn man sich für das Angehen bzw. Akzeptieren der Veränderung entscheidet.

Ablehnung der Veränderung führt dazu, dass man an der Talsohle verweilt und sich dort einrichtet. Und je länger Siedort feststecken, umso schwerer ist es, sich in der nächsten Phase auf den Weg heraus aus dem Tal der Tränen zu machen, und zwar in die Phase „Erkundung“

Phase 4 „Erkundung“
In dieser Phase beginnt man zu verstehen, dass das Leben weitergehen muss und dass die Veränderung zu diesem weiteren Leben einfach dazugehört. Der Blick wird nach vorne gerichtet, nicht zurück. Im Laufe der kommenden Zeit entwickelt man neue Muster und Wege, probiert Neues aus und etabliert Möglichkeiten, die Veränderung in sein Leben zu integrieren, so dass man sich wieder wohlfühlt.

Ziel dieser Phase ist es, das innere Gleichgewicht wieder herzustellen und die innere Sicherheit wieder zu finden. Natürlich bringt diese Phase auch Misserfolge mit sich, wenn die erprobten Ansätze scheitern und nicht den gewünschten Erfolg bringen. Aber auch hier gilt: Aufstehen, Krone richten, gestärkt weitermachen!

Nun ist man bereit für die kommende Phase, die aus dem Tal der Tränen herausführt: „Akzeptanz und Integration“

Phase 5 „Akzeptanz und Integration“
Zu diesem Zeitpunkt haben Sie es so gut wiegeschafft: Sie haben Wege gefunden, mit der Situation umzugehen, haben die Veränderungen akzeptiert und neue Muster, Wege und Lösungen in Ihr Leben integriert – die Veränderung ist zum neuen Normalzustand geworden.

Zusammenfassend möchte ich an dieser Stelle Martin Luther King zitieren:
Wenn Du nicht fliegen kannst – renne
Wenn Du nicht rennen kannst – gehe
Wenn Du nicht gehen kannst – krabble
Aber was auch immer Du tust: Du musst weitermachen!

Und hierbei unterstütze ich Sie gerne!

In diesem Sinne: Immer (heiter) weiter!

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Meine Schwerpunkte

Mein Angebot an Sie umfasst Unterstützung in folgenden oder vergleichbaren Situationen:

  • Ich muss mal mit jemandem reden: Eine Sache beschäftigt Sie, Ihre Gedanken kreisen und Sie finden keinen Ausweg. Gemeinsam sortieren wir das Durcheinander und bringen Ordnung ins Gedankenchaos.
  • Hilfe, Veränderung, aber ich will das doch gar nicht: Eine ungewollte / ungeplante / fremdgesteuerte Veränderung steht an, jemand oder etwas zwingt Sie dazu, sich oder Ihr Leben zu verändern. Wir analysieren gemeinsam die Auswirkungen dieser Veränderungen und finden Strategien, mit denen Sie unbeschadet und gestärkt durch die Situation kommen.
  • Das muss sich ändern: Sie haben schon lange vor, eine bestimmte Veränderung anzugehen, kriegen aber „die Kurve“ nicht. Wir erarbeiten gemeinsam eine Strategie, wie Sie Ihre Veränderung umsetzen – und was Sie bislang gegebenenfalls an der Umsetzung gehindert hat.
  • Irgendwas muss sich ändern, aber was: Sie sind grundlos gereizt, sorgen sich ohne erkennbaren Grund. Irgendetwas passt nicht, aber Sie finden einfach nicht heraus, was es ist. Ein Hinweis von mir: Ihr Unterbewusstsein macht Sie höchstwahrscheinlich darauf aufmerksam, dass etwas in Ihrem Leben nicht mehr stimmt. Und dass Sie sich auf den Weg machen sollten, dieses „etwas“ herauszufinden und es zu ändern. Ich unterstütze Sie und Ihr Unterbewusstsein dabei, den Auslöser zu finden und Ihren persönlichen Weg zu erarbeiten, um wieder ein zufriedenes Leben zu führen.

Ein Hinweis: Seelische Belastungen können sogar zu körperlichen Beschwerden führen. Sprechen Sie mich gerne an, sollten Sie Beschwerden haben, für die kein Arzt eine Ursache findet – eventuell ist auch dies ein Wink Ihres Unterbewusstseins.

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Meine Schwerpunkte

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  • Ich muss mal mit jemandem reden: Eine Sache beschäftigt Sie, Ihre Gedanken kreisen und Sie finden keinen Ausweg. Gemeinsam sortieren wir das Durcheinander und bringen Ordnung ins Gedankenchaos.
  • Hilfe, Veränderung, aber ich will das doch gar nicht: Eine ungewollte / ungeplante / fremdgesteuerte Veränderung steht an, jemand oder etwas zwingt Sie dazu, sich oder Ihr Leben zu verändern. Wir analysieren gemeinsam die Auswirkungen dieser Veränderungen und finden Strategien, mit denen Sie unbeschadet und gestärkt durch die Situation kommen.
  • Das muss sich ändern: Sie haben schon lange vor, eine bestimmte Veränderung anzugehen, kriegen aber „die Kurve“ nicht. Wir erarbeiten gemeinsam eine Strategie, wie Sie Ihre Veränderung umsetzen – und was Sie bislang gegebenenfalls an der Umsetzung gehindert hat.
  • Irgendwas muss sich ändern, aber was: Sie sind grundlos gereizt, sorgen sich ohne erkennbaren Grund. Irgendetwas passt nicht, aber Sie finden einfach nicht heraus, was es ist. Ein Hinweis von mir: Ihr Unterbewusstsein macht Sie höchstwahrscheinlich darauf aufmerksam, dass etwas in Ihrem Leben nicht mehr stimmt. Und dass Sie sich auf den Weg machen sollten, dieses „etwas“ herauszufinden und es zu ändern. Ich unterstütze Sie und Ihr Unterbewusstsein dabei, den Auslöser zu finden und Ihren persönlichen Weg zu erarbeiten, um wieder ein zufriedenes Leben zu führen.

Ein Hinweis: Seelische Belastungen können sogar zu körperlichen Beschwerden führen. Sprechen Sie mich gerne an, sollten Sie Beschwerden haben, für die kein Arzt eine Ursache findet – eventuell ist auch dies ein Wink Ihres Unterbewusstseins.

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