„Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.“

Dieses chinesische Sprichwort beschreibt, was wir alle in unserem täglichen Miteinander erleben: Der eine ist völlig entspannt und sieht es relativ gelassen, wenn beispielsweise das Gerücht durchs Unternehmen geht, dass DIE KATASTROPHE passiert. Der andere ist geschockt von dieser Nachricht, fühlt sich gelähmt und ist nicht mehr wirklich handlungsfähig. Wieder ein anderer kann die Nachricht nicht akzeptieren und thematisiert sie bei jeder Gelegenheit. Dies lässt sich selbstverständlich übertragen auf viele andere Gelegenheiten und Lebensumstände.

Verantwortlich für den jeweiligen Umgang mit Veränderungssituationen sind unsere jeweiligen individuellen Lösungsstrategien, die wir aufgrund unserer Erfahrungen zusammen mit unserem Unterbewusstsein erarbeitet haben – oder eben halt nicht. Nimmt man jetzt noch unser individuelles „Ticken“ dazu, finden sich die unterschiedlichsten Spielarten von Reaktionen auf Veränderungen – hier ein paar klassische Charaktere:

Der Auflehner / der Rebell

Da gibt es diesen Typen, der grundsätzlich immer dagegen ist und Veränderungen generell ablehnt. Sein Widerstand nach außen ist besonders stark ausgeprägt, er äußert seinen Unmut, zeigt offen seine Unzufriedenheit und versucht, sich mit Gleichgesinnten zu verbünden.

Diese Haltung birgt die Gefahr, dass man sich in seiner ablehnenden Haltung festbeißt und keinen Blick mehr für Wege hat, schmerzfrei durch die Veränderung zu kommen, oder gar für Möglichkeiten, die die Veränderung bietet.

Der Hilflose / der Entmutigte

Diese Mitmenschen tragen ihren Unmut nicht nach außen, sondern hadern im Stillen mit ihrem Schicksal, reagieren im schlimmsten Fall mit Angst oder Depression – oder es stellen sich körperliche Symptome ein (Stichwort: Psychosomatik).

Diese Haltung birgt die Gefahr, dass man in der Schockstarre verbleibt und vor lauter Elend und Sorge gar nicht mehr die Ressourcen hat, um darüber nachzudenken, dass und wie es weitergehen kann.

Das Stehaufmännchen

Dann gibt es diesen Typus, den kennt Ihr schon. Dieser Typ ist mein Vorbild, denn der denkt sich: „Es ist zwar nicht schön, dass etwas sich verändert, aber ich schaue mal, was kommt und dann geht’s schon weiter.“  Was ist sein Geheimnis? Nun, dieser Typus hat im Laufe seines Lebens diverse positive Erfahrungen im Veränderungskontext gemacht, woraus sich verschiedene Lösungsstrategien entwickelt haben. Er hat Fähigkeiten entwickelt, die es ihm ermöglichen, sich flexibel, situations- und bedürfnisgerecht immer wieder an neue Situationen anzupassen – eben ein Stehaufmännchen.

Dabei ist die wichtige Botschaft: Jeder reagiert anders und jeder reagiert richtig und für sich angemessen! Das ist die Lösungsstrategie, die man sich im Laufe des Lebens angeeignet hat und die unbewusst gestartet wird im Fall der Fälle. Aber wenn man die Veränderung nicht verarbeitet bekommt, sie nicht akzeptieren kann und der individuelle Umgang mit der Veränderung sogar krank macht, dann ist Hilfe dringend nötig.

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